Übungsgelände

Im Jahre 1988 wurde seitens der Stadt Dülmen ein Grundstück an der alten Schule in Dülmen – Leuste für Übungsarbeiten zur Verfügung gestellt. Der THW Ortsverband Dülmen errichtete auf diesem Gelände einen Übungs- und Ausbildungsplatz. Es wurden ca. 29 m unterirdische und ca. 30 m überirdische Kriechgänge sowie ein Übungsturm erstellt. Diese Anlagen werden für die Ausbildung von Bergungsmethoden wie z.B. Bergen aus Höhen und Tiefen benötigt. Auch wurden Muster für Holzverarbeitung (Streben und Stützen) sowie ein Trümmerfeld eingerichtet. Auf diesem Gelände sind alle Übungen der Ortung, Bergung und Sicherung möglich. Für den Aufenthalt, die Besprechungen und theoretische Ausbildung wurde ein kleines Häuschen erbaut. Dieses Gebäude dient auch zur Übung der Verletztenbergungen aus Wohngebäuden. Diverse fachspezifische Anlagen, wie Festpunkte für Greif-, Seil- und Kettenzüge, ein Gittermast für Auf- und Abseilgeräte, Kiesbeete für das Anlegen von Festpunkten, Geräteschuppen usw. vervollständigen die Anlage. Das Gelände besitzt ausreichend Parkmöglichkeiten, so dass keine Einsatzfahrzeuge öffentlichen Raum 1. Bergungsgruppe + Einsatzgerüstsystem (EGS).

 
Im Mai 1990 fand die Einweihung des Übungsgeländes statt. Hilfsorganisationen wie die Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz und die Rettungshundestaffel Münsterland kamen und beteiligten sich an einer Demonstrationsübung. Die Stadtverwaltung Dülmen, die THW Geschäftsstelle Münster sowie der THW Landesverband Nordrhein-Westfalen waren als Gäste erschienen. Auch Gönner und Sponsoren waren der Einladung gefolgt.

Anerkennung fand, dass die Ausstattung dieses Geländes ausschließlich vom THW Ortsverband Dülmen, in Eigenleistung, mit kräftiger Unterstützung von Gönnern und Sponsoren, gebaut und eingerichtet worden war. Möglich wurde alles nur dadurch, dass die Stadt Dülmen das Gelände bereitstellte.

Im Jahre 1992 wurde das Gelände von der Stadt Dülmen dem THW in einem Vertrag für die Benutzung auf unbestimmte Zeit zugesprochen. Da dieser Vertrag aus rechtlichen Gründen nicht mit dem Ortsverband geschlossen werden konnte, wurde er mit dem THW Landesverband NRW und der Geschäftsstelle Münster geschlossen. Der Ortsverband Dülmen wurde aber als Verwalter dieses Geländes eingesetzt.

In den letzten Jahren wurden auf dem Übungsgelände immer wieder Erneuerungen und Änderungen durchgeführt.... Zusammengefasst kann gesagt werden, das sich dieses THW Übungs- und Ausbildungsgelände in all den Jahren gut bewährt hat und der Ausbildung zugute kommt. Auch hat sich inzwischen mit allen Hilfsorganisationen ein gutes Zusammenspiel entwickelt. Somit ist dieses Gelände ein Ort der Ausbildung für die Helfer der in Not geratenen Menschen, Tiere und Sachwerte geworden. Ebenso ein Ort der Lehre für eine gemeinsame Arbeit aller Hilfsorganisationen.

 
Übungsmöglichkeiten

Es gibt Hindernisse, an denen kann der Transport von Verletzten auf der Krankentrage geübt werden. Auch Arbeiten mit dem Trennschleifer oder Aufbrechhammer sind möglich. Ein Kiesbett dient zum Löschen von Kleinbränden.

Übungen bei Nacht lassen sich durch den Aufbau von Beleuchtung realisieren.

Das Gelände kann aber auch durch fest montierte Strahler an Türmen und Masten ausgeleuchtet werden. Durch die Stromversorgung können fest montierte Scheinwerfer betrieben werden, während die eigenen Aggregate zur Verladung Abkühlen.


In einigen Hütten auf dem Gelände lagern Kanthölzer, Bohlen und Rundhölzer in unterschiedlichen Durchmessern und Längen. Auch Metallreste und eine Werkbank für Reparaturen sind vorhanden. Für den Bau von Tonnenstegen und die Simulation von Gefahrgutunfällen werden hier auch Metall und Kunststofffässer vorgehalten. Mit Hölzern aus dem Magazin besteht die Möglichkeit Aussteifungen und Abstützungen zu erstellen.

Auf dem gesamten Gelände sind 50 Meter Kriechgang mit einem Durchmesser von 80 cm Durchmesser und unterschiedlichen Ausgängen vorhanden. In Einschüben können Hindernisse aus Metall, Stein oder Holz eingebracht werden.

Ebenso kann die Personenrettung mit Krankentrage, Bergeschleppe oder Schleifkorb optimal in den Kriechgängen geprobt werden.

Ein 10 m hoher Stahlgittermast befindet sich auch auf unserem Gelände. Am Mast kann mit Leitern, dem Rollgliss oder der Arbeitsschutzausstattung gearbeitet werden. Eine Rückseitige Stahlleiter und zwei Plattformen sorgen für den nötigen Halt.

Im ebenfalls vorhandenen Trümmerkegel lassen sich viele Geräte der Technischen Hilfeleistung anwenden. Für Hebekissen oder den Einsatz von Schere und Spreizer bietet der Trümmerkegel ideale Möglichkeiten. Auch das Brennschneiden lässt sich Üben.

Der Bau von Auslegern sowie Fremdablassen von Personen kann an unserem Übungsturm aus dem Gerüstbausatz geübt werden.

Das Gelände hält auch noch eine kleine Unterkunft bereit, in der kann auf zwei Etagen Verpflegung eingenommen oder auch Besprechungen abgehalten werden.

Zudem werden auf dem Gelände mehrere Puppen als Verletztendarsteller vorgehalten.

 
Wenn Sie als Hilfsorganisation Interesse haben das Gelände einmal zu nutzen, sprechen Sie uns an.