THW übte in der Innenstadt

Hellerleuchtet und schon von weitem zu sehen, war ein Innenhof im Bereich der Kreuzung Münsterstraße / Bergfeldstraße am Montagabend gegen 19:30 Uhr. Grund hierfür war eine Einsatzübung des Dülmener THW-Ortsverbandes, der die Übung  im Rahmen seines wöchentlichen Dienstabends durchführte. Als Übungsobjekt diente dem Technischen Hilfswerk (THW) ein altes

Gebäude, welches in der Vergangenheit gewerblich genutzt wurde und in naher Zukunft abgerissen wird. „Wir haben es hier mit einer fiktiven Polizeilage zu tun“, schildert Zugführer und Fachberater Frank Bertelsbeck die Übungssituation. „Wir nehmen an, die Polizei hätte sich mit der Bitte um Amtshilfe an uns gewandt. In zwei Räumlichkeiten in den Obergeschossen, wurden zwei Personen gefunden die nun durch uns geborgen werden sollen.“ Nach einer ersten Erkundung legt Gruppenführer Marco Lappeßen die zu erfolgenden Maßnahmen der Bergungsgruppe fest und entscheidet sich für den Einsatz einer schiefen Ebene und eines Einspannauslegers, wobei zeitgleich die Einsatzstelle ausgeleuchtet werden soll. „Die schiefe Ebene werden wir mittels Gerüstbaumaterial und zwei Steckleiterteilen herstellen, worüber dann die eine Person im Obergeschoss in einem Schleifkorb (stabile Rettungswanne) kontrolliert in den Innenhof gleiten kann“, so Lappeßen.
Die zweite Person befand sich in einem Raum eines anderen Gebäudeteils, welcher nicht so einfach zugänglich war. Hier musste erst ein Vordach mit der Säbelsäge demontiert und ein Fenster des Raumes ausgehangen werden. Erst dann konnte mit dem Bau eines Einspannauslegers begonnen werden, welcher mit dem „THW-Einsatzgerüstsystem“ gebaut wurde. An dem Ausleger wurde dann ein Rollgliss-Höhenrettungsgerät installiert, um hier ebenfalls wieder den Schleifkorb einzuhängen und die andere Person aus dem Obergeschoss in den Hof zu befördern.
„Auch wenn dieses Übungsszenario für den Bürger auf dem ersten Blick etwas ungewöhnlich erscheint, ist es für uns dennoch wichtig auch für diese Art von Lagen gewappnet zu sein“, blickt Mario Rentemeister (stv. THW Ortsbeauftragter) zufrieden auf die Übung zurück. „Ein letzter Dank gilt noch den Besitzern des Gebäudes für die Zurverfügungstellung und den beiden THW-Helfern Frank Bertelsbeck und Steven Elliott, die diese Übung ausgearbeitet hatten.

 Fotos: Denise Rüsweg (THW)